Webseite von Professor Dieter Borchmeyer
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Zweihundert Jahre Hegel in Heidelberg

Das Werk des Philosophen Georg Wilhelm Friedrich Hegel (1770 bis 1831) steht im Mittelpunkt der „Heidelberger Vorträge zur Kulturtheorie“, die im Sommersemester 2016 an der Ruperto Carola stattfinden. Veranstaltet wird die Vorlesungs- und Dialogreihe „Zweihundert Jahre Hegel in Heidelberg“ mit Gästen aus Wissenschaft und Kunst von Prof. Dr. Dieter Borchmeyer, Germanist an der Universität Heidelberg. Zum Auftakt der von der Manfred Lautenschläger-Stiftung geförderten Reihe wird der Schriftsteller Martin Walser erwartet. Er wird am 19. April 2016 einen Vortrag mit dem Titel „,Mehr als schön ist nichts‘ – Gedanken aus Anlass des ,Ältesten Systemprogramms des deutschen Idealismus‘“ halten. Die Veranstaltung im Hörsaal 14 der Neuen Universität beginnt um 19 Uhr.

 

Im Jahr 1816 nahm Hegel, der als wichtigster Vertreter des deutschen Idealismus gilt, eine Professur für Philosophie an der Universität Heidelberg an, ehe er 1818 als Nachfolger von Johann Gottlieb Fichte an die Berliner Universität wechselte. „Hegels kurze, aber überaus fruchtbare Heidelberger Tätigkeit vor zweihundert Jahren gipfelte in der Herausgabe der ,Enzyklopädie der philosophischen Wissenschaften‘, die als Grundriss seiner Philosophie verstanden wird. Der Aufenthalt des Philosophen an der hiesigen Universität bildet den Anlass, einen neuen Blick auf die enzyklopädische Weite seines Denkens, seine Wirkung und sein Umfeld zu werfen“, betont Prof. Borchmeyer.

 

Wissenschaftler aus Heidelberg sowie Gäste von anderen Universitäten werden sich mit dem Philosophen Hegel aus dem Blickwinkel der Religion und Metaphysik, der Literatur und Philologie sowie der bildenden Kunst und der Musik beschäftigen. Darüber hinaus geht es um Aspekte von Geschichte und Politik sowie Naturwissenschaft und Jurisprudenz. Wie in den bisherigen „Heidelberger Vorträgen zur Kulturtheorie“ wird es auch in diesem Semester wieder ein Gesprächskonzert geben. Im Mittelpunkt der Veranstaltung mit der Sopranistin Ruth Ziesak und dem Pianisten Gerold Huber steht einer der literarischen Zeitgenossen Hegels, der Heidelberger Romantiker Clemens Brentano und seine Bedeutung für die Musik.

 

Die insgesamt zwölf Veranstaltungen finden im Hörsaal 14 der Neuen Universität statt mit Ausnahme des Brentano-Liederabends am 3. Mai, der in der Aula der Alten Universität, Grabengasse 1, veranstaltet wird. Beginn ist jeweils um 19 Uhr.

Das Programm zur Lehrveranstaltung
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Die Heidelberger Vorträge zur Kulturtheorie beschäftigen sich in diesem Semester mit dem Thema: Deutsche Meister - Gute Geister?

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